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BWP für blinde und sehbehinderte Schüler

Ablauf der Lerneinheit

Die Schülerinnen und Schüler treffen am Ende der Sekundarstufe I eine erste grundlegende Entscheidung über ihren künftigen Bildungsweg. Was historisch klar voneinander getrennte Alternativen waren (Ausbildung oder Studium) und was auch heute noch manchmal auf den ersten Blick so aussehen mag, das erweist sich in der Realität als wesentlich komplexer. Es gibt viele Wege in die Arbeitswelt. Nicht wenige Abiturientinnen und Abiturienten entscheiden sich nach der Schule zunächst für eine Ausbildung statt für ein Studium. Manche Azubis erwägen den Weg über Berufspraxis zu einem Studium, einige Schülerinnen und Schüler absolvieren Studium und Berufsausbildung parallel. Wer eine Berufsausbildung plant, interessiert sich möglicherweise schon frühzeitig für Weiterbildungs- und Karrierechancen wie die Gründung eines Handwerksbetriebs. Andere Jugendliche entscheiden sich für einen Zwischenschritt.

Die heute bestehende Vielfalt an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten mit all ihren unterschiedlichen Abschlüssen, Kombinationen, Übergängen, Bildungseinrichtungen und berufl ichen Einsatzbereichen ermöglicht individuelle Entscheidungen, erfordert aber auch ein hohes Maß an Informiertheit, Abwägung und Beratung. Mit den Abbildungen auf den Infoseiten „Mein Übergang 2 und 3“ wird versucht, die oben angesprochene Vielfalt in übersichtlicher Form, aber dennoch vollständig darzustellen.


Es gibt zu den Übersichten ganz unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten:

  • Exemplarisch: Berufstätige (zum Beispiel Erziehungsberechtigte, Beschäftigte im Praktikumsbetrieb) erläutern ihre Bildungswege und wichtige Stationen anhand der Abbildungen. Ein solcher Zugang ist auch als Einstieg für eine systematische Behandlung sinnvoll. Ein Auftrag dazu kann ggf. als Hausaufgabe oder als Praktikumsaufgabe gestellt werden.
  • Systematisch: Im Unterricht werden zentrale Begriff e wie Berufsausbildung, Studium, Geselle, Meisterin, Hochschulzugang, Bachelor, duales Studium geklärt und zueinander in Beziehung gesetzt.
  • Individuell: Wenn Entscheidungen über Bildungswege und Bewerbungen anstehen, dann müssen auch die jeweiligen Zugangsvoraussetzungen geklärt werden. Die Schülerinnen und Schüler können bei Bedarf in den Übersichten nachschlagen und mögliche Wege für ihre persönliche Ausgangssituation kennenlernen.
  • Bei Beratungsgesprächen: Der Einsatz erfolgt ähnlich wie im vorigen Absatz beschrieben, allerdings stärker unterstützt und geleitet.

Kooperationen

Mögliche Kooperationen ergeben sich aus dem jeweiligen Einsatzszenario (siehe oben). Es kann mit Erziehungsberechtigten, Beschäftigten im Praktikumsbetrieb sowie Expertinnen und Experten aus der Berufsberatung gearbeitet werden.

Vertiefungen und Varianten

Es ist möglich, einen Hefter oder eine kleine Ausstellung mit Bildungsbiographien zu gestalten (auf freiwilliger Basis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ggf. anonymisiert). Daraus ergibt sich zum Weiterarbeiten zum Beispiel die Möglichkeit eines historischen Vergleichs: Wie haben sich Bildungswege und -biographien in den letzten Jahrzehnten verändert?

 

Arbeitsblätter zur Lerneinheit